Bildungsprojekt mit der DSW21

Im Projekt „Von Dortmund nach Auschwitz“ begeben sich die verschiedenen Gruppen der Mitarbeitenden der DSW21 mit uns auf eine Bildungsreise in die polnische Kleinstadt Oświęcim und in die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Das Projekt findet in Kooperation mit ADIRA, dem Deutschen Fußballmuseum in Dortmund, der Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund und der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache statt. Am Auszubildenden-Programm nehmen weitere Unternehmen der kommunalen Familie in Dortmund nehmen teil: DEW21, DOGEWO21, DOKOM21, das Klinikum Dortmund und die EDG Entsorgung Dortmund.

Bereits nach dem Pilotprojekt war innerhalb der Unternehmensführung aber klar, dass es nicht bei einem Angebot für die auszubildenden Kolleg:innen bleiben sollte. 

Auf eine mehrtägige Reise für Führungskräfte im Februar 2024 folgen 2025 zwei weitere Bildungsreisen mit Mitarbeitenden des Unternehmens. Die Angebote der Bildungsreisen stoßen bei DSW21 auf großes Interesse. Die Reisen und Workshops sind Basis für weitere Aktivitäten im Unternehmen selbst. So fand am Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar 2025, in den Räumen der Unternehmensgruppe eine Veranstaltung statt, die sich an alle Beschäftigten richtete. 

Für alle Mitarbeitenden, Azubis und Führungskräfte ist die Teilnahme freiwillig. Sie werden für die Dauer des Bildungsprojekts von ihrer Arbeit freigestellt.

Die Bildungsreise führt zu verschiedenen Orten inner- und außerhalb der Gedenkstätte Auschwitz. In den Tagen in Oświęcim gibt es ausreichend Zeit, sich dem Ort, der zum Symbol des Holocaust geworden ist, zu nähern. Wir gehen mit den Teilnehmenden an die Gedenkstätten, aber auch an unbekannte, und selten besuchte Orte des ehemaligen Lagerkomplexes. Dazu zählt ein Workshop zur Rolle der IG Farben und der deutschen Industrie in den nationalsozialistischen Verbrechen und ein Besuch auf dem Gelände des ehemaligen Lagers Auschwitz-Monowitz, das heute nicht zur Gedenkstätte gehört.

Begleitet wird die Bildungsreise von Workshops zur Vor- und Nachbereitung. Diese bieten eine vertiefende Auseinandersetzung zu Fragen von Diskriminierung allgemein, der Kontinuität von Rassismus und Antisemitismus nach 1945 sowie zur Entwicklung und den Formen von Antisemitismus. Im Fokus steht hierbei auch die Erarbeitung der Verbindungen von Dortmund nach Auschwitz, der Besuch und die Auseinandersetzung mit den Orten, die mit der nationalsozialistischen Vergangenheit Dortmunds im Zusammenhang stehen sowie die Arbeit mit den Biografien von Menschen, die aus Dortmund deportiert wurden. Im Zuge der Vorbereitung und des Engagements gegen Antisemitismus besuchen alle Gruppen von DSW21 die jüdische Gemeinde Dortmunds für eine Begegnung mit jüdischem Leben heute und in der eigenen Stadt.